What the hell is Twitterlesung?

Über den Sinn und Unsinn von Twitter lässt sich vortrefflich streiten. Meine Meinung zu Twitter ist eindeutig: Über Twitter werden permanent weniger wichtige, unwichtige und absolut unwichtige Nachrichten verschickt. Die geistigen Ergüsse der meisten Twitterer zu lesen grenzt schon fast an Körperverletzung. Daher kann ich auch nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die sich den ganzen Tag auf der Twitterplattform aufhalten können.

Mir noch unverständlicher ist die heutige Meldung darüber, dass in Hamburg eine »Twitterlesung« stattfinden soll. Was ist eine Twitterlesung? Es kann doch nicht sein das es wirklich Leute gibt die auf einer Veranstaltung Tweets vortragen? Oder solche die sich diese anhören? Doch es kann sein! Eine solche Veranstaltung gibt es wirklich – und das nicht zum ersten mal.

Mich würde interessieren welcher Typus Mensch an einer Twitterlesung teil nimmt – egal ob er als Vortragender oder Zuhörer auftritt. Oder sind es gar zwei verschiedene Typen?

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 14. Januar 2009 veröffentlicht und wurde unter Web, Web 2.0 abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesem Beitrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten. Tags: , ,

7 Kommentare

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Herr B. sagt: 21. Januar 2009 um 12:46

Kulturelle Güter wurden und werden immer unterschiedlich definiert. Genauso verhält es sich mit dem Begriff “Literatur”. Was heute alles unter diesen Begriff fällt und auch noch als “literarisch wertvoll” postuliert wird ist unerträglich.
Das world-wide-web bietet einen Schau- und Spielplatz für einige Elemente des Niederganges der Menschheit.
Fast könnte man sich schämen ein Dichter und Denker zu sein!

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Geheimratoldenburg sagt: 25. Januar 2009 um 03:55

Wer hier vorschnell den Untergang des Abendlandes ausruft und den Niedergang der Kultur postuliert, sollte sich zunächst an die eigene Nase fassen: Was an dieser Stelle an Körperverletzung grenzt, sind nicht nur die Interpunktionskenntnisse von Autor und Kommentator.

Über das Niveau des durchschnittlichen Gezwitschers vermag leider auch dieser Blogbeitrag inhaltlich nicht hinauszugehen. Die Vorzüge von Twitter werden deutlich: Banalitäten bleiben werden zumindest kurz gefasst.

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Wie wollen sie eine Twitterlesung verstehen, wenn sie Twitter selbst nicht verstehen? Vielleicht liegt es daran, dass sie sich selbst als spießig bezeichnen und sich dadurch von vorne herein nicht auf das Thema einlassen wollen.

Ich gehe davon aus, dass sie sich das Video der zweiten Twitterlesung angesehen haben. Falls nicht sollten sie das nachholen. Dann schauen sie sich eine normale Lesung an. Sie werde die Unterschiede erkennen. Es geht bei der Twitterlesung auch um den Spaß an der Sache und nicht bloß um die Worte selbst.

Wenn ich ihren Blog durchschaue, wäre es vielleicht besser ihn einzustampfen und nur zu twittern. Vielleicht verstehen sie dann auch Twitter.

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@Looka:
Ich bin im Besitz eines Twitter-Accounts und habe durchaus versucht diese Plattform zu nutzen, musste aber feststellen das mir Twitter nichts Interessantes zu bieten hat … Twitter ist langweilig. Die wenigen “Perlen” die bei Twitter zu finden sind gehen im reißenden Twitter-Strom unter (oder landen bei Twitkrit). Und die wenigen Twitterer die witziges, erhebendes, emotionales oder lakonisches (wie es auf Twitkrit.de so schön heißt) in die Tweet-Suppe werfen, scheinen doch eher Mitglieder einer kleinen elitären Gruppe zu sein die sich vom übrigen Twitterstrom abnabeln und lieber untereinander klüngeln.

Der Rest sind Tweets mit Inhalten über die aktuelle Wetterlage, die täglichen Mahlzeiten, Partybekanntschaften, Auswahl des Tagesoutfits, oder ähnlichem Unsinn (Beispiel: http://www.twitkrit.de/2009/01/21/knmsch-twttrn/). – warum sollte ich mich auf solch belanglose “Nachrichten” einlassen wollen?

Ja, das Video habe ich mir angesehen. Die ersten Minuten waren amüsant, doch dann verliert die Sache sehr schnell ihren Reiz. Ein Tweet-Witz jagt den Nächsten. Das ganze verpackt in dem Versuch einen roten Faden erkennen zu lassen der von Tweet zu Tweet führt und die “Geschichte” irgendwie voran treiben soll. Das Ganze wirkt improvisiert und ist schlecht vorgetragen.

Es soll sich jeder an Tweets erfreuen die es seiner Meinung nach wert sind. So wie es die Twitkrit-Website macht, hat es in meinen Augen mehr Sinn (um vielleicht doch noch etwas Gutes zum Thema Twitter zu sagen): Einzelne Tweets die ausführlich kommentiert, seziert und humorvoll aufbereitet werden (Beispiel: http://www.twitkrit.de/2009/01/22/rezeptfrei/). Warum belässt man es nicht dabei und nutzt ein ausführliches Medium weiter, statt die gleichen, nur bis ins Extrem gekürzten, Inhalte in eine Lesung zu pressen?

Mir erschließt sich einfach nicht der Sinn in einer Twitterlesung.

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Sie hat für dich keinen Sinn.

So wie tausende andere Tweets für dich keinen Sinn haben. So wie Twitter an sich für dich keinen Sinn hat.

Ich gehöre zu den Menschen, die täglich viel Zeit mit Twitter verbringen. Sei es nebenher laufen lassen oder auch alles lesend. Manchmal tiefsinniges einwerfen, oft einfach als Kommunikationstool für Kontakte die ich nur selten sehe oder nur übers Netz kenne, aber auch um mich mit Leuten in meiner Umgebung auszutauschen, mich zu treffen und mehr. Twitter hat nur einen Sinn wenn man ihm einen gibt. Wie ein Blatt Papier.

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Ob etwas sinnvoll ist oder nicht ist, in den meisten Fällen, eine sehr subjektive Angelegenheit. Und unter dem Gesichtspunkt der Subjektivität ist es jedem selbst überlassen einen Sinn in Twitter oder einer Twitterlesung zu sehen.

Wenn Twitter soviel Sinn für dich hat, dass du einen großen Teil deiner Zeit dort verbringen kannst/möchtest ist das in Ordnung. Mir fehlt diese Zeit.

Wie ich bereits einleitend in meinem Beitrag geschrieben habe: “Über den Sinn und Unsinn von Twitter lässt sich vortrefflich streiten.” ;-)

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Zum Geheimrat möchte ich sagen:

Wenn man argumentativ nicht mehr weiter weiß, aber dennoch etwas dummes entgegnen möchte, dann versucht man das Gesagte in den Grundfesten durch pinggelige Orthographie- und Grammatikfehlersuche zu erschüttern. Unbekannt ist den meisten Verfechtern dieser Strategie aber, dass Wahrheitsgehalt und korrekte Rechtschreibung der Niederschrift eines Gedankens völlig unabhängig voneinander sind!! ^^

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