Archiv für die Kategorie ‘Telekommunikation’
1&1 – Ein Schlag ins Gesicht der Kunden
Mittwoch, 28. Juli 2010
Seit nunmehr drei Tagen besteht im Netz des DSL-Anbieters 1&1 eine DSL-Großraumstörung des Vorwahlbereichs 02xx. Verbitterte Kunde des DSL-Anbieters werden von der Servicehotline mit vorgefertigten Standardfloskeln abgespeist: “Ich kann ihren Ärger verstehen.” “Ich weiß auch nicht wann das Problem behoben sein wird.” “Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.” Diese Aussagen helfen niemandem weiter, zumal man nach einer Störungsdauer von mehr als drei Tagen erwarten kann, dass das Problem eingegrenzt wurde und eine Behebung absehbar ist.
Ein Schlag ins Gesicht aller betroffenen 1&1-Kunden ist aber die Meldung auf der offiziellen Statusseite des DSL-Dienstleisters: “Alle Systeme funktionieren”. Fragt sich nur welche Systeme! 
Soll so die neue Kundenzufriedenheit aussehen? Herr D’Avis, es besteht Nachbesserungsbedarf … in vielen Bereichen. Mich brauchen Sie nicht mehr zu Ihren zufriedenen Kunden zählen.
Edit sagt am 29.07.: Apropos Herr D’Avis … dieser Herr und seine Spießgesellen haben heute eine E-Mail von mir erhalten. In dieser E-Mail mache ich von der 1&1 Entstörungs-Garantie gebraucht. Ja, so etwas hat 1&1 nämlich. Hier ein Auszug:
[...] garantieren wir Ihnen die Störung im Laufe des nächsten Tages zu beheben. Bei Eingang einer Störungsmeldung [... ] kümmern wir uns sofort um die schnellstmögliche Problemlösung. Wenn in Einzelfällen die Mitwirkung unserer Netzvorleister (z. B. Deutsche Telekom) notwendig ist, beheben wir Ihre Störung spätestens am nächsten Werktag. [...]
Können wir wider Erwarten unser Garantie-Versprechen nicht einhalten und sind Sie Ihrer Mitwirkungspflicht nachgekommen, genügt ein kurzer Anruf und wir erstatten Ihnen für einen Monat die Grundgebühr! Und dies sogar noch bis zu 30 Tage nach Ihrer Störungsbehebung.
Den Link zur Qualitäts-/Entstörungs-Garantie versteckt 1&1 verständlicherweise ziemlich gut. Wer die Garantie komplett lesen möchte, findet sie unter diesem Link.
Und da die E-Mail Adresse des Herrn D’Avis auf der 1&1 Website auch nicht so leicht zu finden ist … bitte schön, viel Spaß beim Schreiben: davis@1und1.de.
Wie schnell ist Herr D’Avis?
Wer sich dafür interessiert, kann hier den Schriftverkehr (E-Mail) zwischen dem 1&1-Serviceteam und mir verfolgen.
Meine erste E-Mail an Herrn D’Avis | 29.07.10 – 09:53 Uhr
Guten Morgen Herr D’Avis,
guten Morgen 1&1-Team für Kundenzufriedenheit.anstandshalber rede ich Sie in dieser E-Mail persönlich und freundlich an, meine momentane Stimmung spiegelt dies allerdings nicht wider.
Seit mittlerweile 4 Tagen ist mein DSL-Anschluss gestört. Ich kann weder ins Internet, noch telefonieren.
Die täglichen Anrufe bei Ihrer “kostenlosen” Hotline (über das teure Mobilfunknetz) brachten weder Besserung, noch konnte man mir sagen wann die Störung behoben sein würde.Da ich beruflich auf einen Internetzugang und die telefonische Erreichbarkeit angewiesen bin, kann ich die ständigen Vertröstungen, Verständnisbekundungen und vor allem den gestörten Anschluss nicht länger dulden.
1&1 gibt eine Entstörungs-Garantie, welche ich jetzt in Anspruch nehme. Ich erwarte eine Entstörung meines Anschlusses bis spätestens morgen (30. Juli) 12:00 Uhr und die Erstattung eines Monatsbeitrags, so wie Sie es im Rahmen Ihrer Garantie versprechen. Sollte die Störung bis zum genannten Zeitpunkt nicht behoben sein, werde ich meinen 1&1 Vertrag, wegen Nichterfüllung, fristlos kündigen. Rechtliche Schritte behalte ich mir vor.
Wieso schreibt sich Ihr Unternehmen die Kundenzufriedenheit so groß auf die Fahne, wenn es offensichtlich niemanden interessiert ob die Kunden zufrieden sind? Vielleicht hätten Sie das Geld für die große Werbekampange doch lieber in bessere Technik und die Schulung Ihrer Mitarbeiter investiert.
Gruß,
Sascha Klein
Kundennummer: xxxxxxxxxxx
Herr D’Avis erste Antwort | 29.07.10 – 11:00 Uhr
Sehr geehrter Herr Klein,
ich freue mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir zu schreiben.
Bitte geben Sie uns etwas Zeit, um Ihre E-Mail zu beantworten. Sie hören auf jeden Fall von uns.
Danke, dass Sie meinem Team und mir die Chance geben, Ihnen weiterzuhelfen.Mit freundlichen Grüßen
Marcell D’Avis
Leiter Kundenzufriedenheit
Noch immer keine Antwort von Herrn D’Avis …. | 30.07.10 – ca. 12:00 Uhr
… aber, der Anschluß ist seit heute Mittag ca. 12:00 Uhr wieder verfügbar. Mal schauen wie lange!
Wer zieht bei 1&1 die Stecker raus? | 02.08.10
Die “Freude” wehrte nicht lange. Nachdem am Freitag die Leitung wieder verfügbar war, ist sie es am heuten Tage nicht mehr. Übers Wochenende war es ein ständiges Kommen und Gehen, mal war der Anschluß frei, mal nicht. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass ein launisches Kind vor einem riesigen Kneuel Kabel sitzt und willkürlich die Steckverbindungen neu sortiert.
Auf die Antwort von Herrn D’Avis warte ich zudem noch immer. War am Freitag noch ein kleiner Hauch Kundenzufriedenheit bei mir vorhanden, so hat es 1&1 mittlerweile geschafft diesen gänzlich zu vernichten. Bravo 1&1, wenn es euer Bestreben war mich zur Konkurenz zu treiben, so habt ihr es geschafft; es hat auch nur eine Woche gedauert. Heute geht meine Kündigung raus und die Mitbewerber freuen sich.
Die Geschichte geht weiter | 02.08.10
Heute morgen um 10:30 Uhr ist meine Kündigung an 1&1 per Fax rausgegangen und “oh Wunder”, gegen 11:45 Uhr meldete sich eine Service-Mitarbeiterin des Herrn D’Avis auf meinem Mobiltelefon. Sie berichtete mir von der Großraumstörung die bis vergangenen Freitag vorgelegen hatte und meinte das die Probleme inzwischen beseitigt wären. Sagte mir aber auch im nächsten Satz, dass sie meine FritzBox gar nicht online sehen könnte. Tatsächlich?! Ich auch nicht! Im nächsten Schritt würde sie gerne mal “meine” Leitung durchmessen, ohne angeschlossene FritzBox. Da ich zu diesem Zeitpunkt aber nicht zu Hause war, war dieser Schritt erstmal nicht zu bewerkstelligen. Sie bot mir aber an sich abends noch einmal bei mir zu melden und die Leitungsmessung dann durchzuführen. Ich bin gespannt ob der Anruf tatsächlich erfolgen wird.
Hier der Wortlaut meines Kündigungsschreibens, welches ich an die Faxnummer 0180-5217011 versendet habe:
Fristlose Kündigung des Vertrags Nr. xxxxxxxxxxx
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit mittlerweile einer Woche ist mein 1&1-Anschluss gestört. Weder ist es mir möglich das Internet zu nutzen, noch kann ich telefonieren. Ich bin beruflich auf einen funktionierenden Internetanschluß, sowie die telefonische Erreichbarkeit angewiesen und kann einen Ausfall diesen Ausmaßes nicht akzeptieren. Auch brachten wiederholte Anrufe bei Ihrer Hotline, sowie Kontaktversuche per E-Mail, keine Besserung.
Hiermit kündige ich fristlos meinen 1&1-Vertrag wegen Nichterfüllung Ihrerseits.
Ich erwarte die Bestätigung meiner Kündigung bis spätestens zum 06.08.10 und die sofortige Freigabe meiner vier Rufnummern, um mit diesen zu einem anderen Anbieter wechseln zu können.
Weiterhin erwarte ich, dass Sie mir im Rahmen Ihrer Entstörungs-Garantie eine monatliche Grundgebühr gutschreiben.
Sollten Sie die Rücksendung der Hardware wünschen, bitte ich Sie mir dies mitzuteilen.
Hochachtungsvoll,
Armin-Sascha Klein
Der Techniker I | 02.08.10 – etwas später am Abend
Die Service-Mitarbeiterin bot mir an, einen Techniker vorbei zu schicken, da das Signal der DSL-Leitung sehr schlecht wäre. Gesagt, getan – am Mittwoch Nachmittag soll ein Techniker der T-Com unseren Anschluss prüfen. Ich bin gespannt ob er erscheint, wann er erscheint und ob er den Fehler beheben kann.
Der Techniker II | 04.08.10 – 12:23 Uhr
Heute ist es soweit, der Techniker soll kommen … in der Zeit von 13:00 – 17:00 Uhr. Ich bin gespannt.
Der Techniker III | 04.08.10 – 18:00 Uhr
Der Techniker war NICHT da. Ich hasse diesen Verein. Aus meiner Unzufriedenheit ist inzwischen Wut geworden. Für Samstag wurde jetzt ein neuer Termin angesetzt. Ich glaube noch nicht daran, dass der Techniker erscheint oder das er das Problem beheben wird.
Inzwischen habe ich mir einen Sufstick besorgt um wenigsten Zugriff auf das Internet und meine E-Mails zu haben. Nicht nur, dass ich für eine Leistung zahlen muss, die nicht erbracht wird, zusätzlich entstehen mir horende Mobilfunkkosten und die Kosten für “Ausweichhardware” nebst Gebühren.
Tags:1&1, 1&1 Statusmeldung, Ärger mit 1&1, DSL, Entstörungs-Garantie, Großraumstörung, Internet, Kundenzufriedenheit, Störung
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Darum KEIN Dell
Donnerstag, 27. August 2009
Da ich dringend ein neues Arbeitsgerät benötige und aus meinem Bekanntenkreis nur Gutes über den Computer-Riesen Dell gehört habe, fiel meine Wahl zum Kauf eines neuen Rechners auf eben diesen Anbieter.
Nach langen Recherchen im Web, vielen Konfigurationsdurchläufen im Dell Shop und ein paar Nerven weniger stand dann endlich mein Wunschsystem fest.
Ein Klick auf die Bestellen-Schaltfläche sollte meinen Wunsch Wirklichkeit werden lassen. Doch zu früh gefreut. In letzter Instanz – der Wahl der Zahlungsart – scheiterte mein Vorhaben vorerst.
Die verfügbaren Zahlungsoptionen GiroPay und Sofortüberweisung kamen für mich nicht in Frage, da ich kein Nutzer dieser Zahlungssysteme bin. Zahlung per Kreditkarte ging auch nicht, da ich mich diesem Zahlungsmittel bis heute verweigere. Blieb noch die Möglichkeit auf Rechnung zu kaufen. Prima, nichts lieber als das. Erst die Ware, dann die Kohle. So wie es sich gehört.
Nun möchte sich Dell – was ich durchaus verstehen kann – absichern und verlangt von gewerblichen Kunden einen Gewerbenachweis. Können sie haben, dachte ich und wählte wie verlangt, die auf meinem Bildschirm angezeigte Telefonnummer um mir ein entsprechendes Kundenkonto einrichten zu lassen.
Ab jetzt wurde es interessant. Nach dem Kampf mit dem Sprachcomputer landete ich in der Warteschleife. Die erste Mitarbeiterin, welche mich begrüßte, hatte offensichtlich die Funktion der Telefonzentrale inne und verband mich, nachdem ich mein Anliegen kurz geschildert hatte, mit der zuständigen Abteilung – dachte ich.
Doch zunächst durfte ich einen erneuten Plausch mit dem Sprachcomputer halten und mich Stück für Stück durch das Menü hangeln um endlich den richtigen Ansprechpartner an den Hörer zu bekommen. (Warum gibt es eigentlich das Fräulein an der Telefonzentrale? Kann sich das Telefonsystem nicht mit sich selbst verbinden?)
Nach gefühlten 5 Stunden in der Warteschleife meldete sich dann ein jüngerer Mann mit osteuropäischem Akzent und fragte nach meinem Begehren. Auch ihm teilte ich mit das ich gerne ein Kundenkreditkonto (so heißt das Ding nämlich) einrichten möchte um meinen Bestellvorgang beenden zu können.
Der gute Mann war zunächst scheinbar verwirrt. Offensichtlich hatte ich ihn mit Informationen versorgt mit denen er so rein gar nichts anfangen konnte. Er stammelte was von “vertretungsweise”, “Alienware”, “nicht helfen können” bis ich ihn von seiner Qual erlöste und nach der Durchwahl der zuständigen Abteilung fragte. “Das wäre dann wohl die »Kunden-Dings-Da-weiß-der-Geier« für Geschäftskunden. Die muss ich erstmal nachschlagen.” sagte er und schlug nach. Nach ca. 2 Minuten Warten wurde ich dann urplötzlich weiterverbunden (scheinbar gibt man bei Dell nicht gerne Durchwahl-Nummer preis).
Nach erneuten zwei Minuten landete ich wieder bei meinem Gesprächspartner, der sich für die lange Wartezeit entschuldigte und mir anbot es noch einmal zu versuchen. Ich nahm das Angebot an und wartete erneut zwei Minuten als sich plötzlich eine Frauenstimme mit dem Satz: “Ihre Auftragsnummer?” meldete.
Äh, jetzt war Ich erstmal sprachlos. Ja, halloooo erstmal, mein Name ist … hätte ich eigentlich erwartet. Doch die Dame schien namenlos und wollte auch gar nicht den Grund meines Anrufs wissen. Erstmal die Auftragsnummer. Auftragsnummern sind soooo praktisch … wenn man eine hat. Hatte ich aber nicht.
Ich schilderte der Dame mein Anliegen (eigentlich war es mittlerweile mehr ein Problem) und hoffte sie könne mir weiterhelfen. Konnte sie – wen wundert’s – nicht. Ich sei bei der Kundenbetreuung für Privatkunden, teilte sie mir mit und fragte ob ich Privatkunde sei. Nein, bin ich nicht. War ich nicht und möchte ich auch nicht werden. Langsam fing die Sache an mir mächtig an den Nerven zu zehren. Ich erzählte ihr kurz von meiner telefonischen Reise durch das Dell Imperium und wies sie höflich, aber bestimmt, darauf hin das ich die ganze Angelegenheit nicht mehr lustig finden würde und jetzt doch gerne ihre Hilfe in Anspruch nehmen würde.
“Ja, Moment” war durch die Leitung zu hören “ich verbinde sie mit einem zuständigen Mitarbeiter, bitte legen sie nicht auf.” – Tat ich aber doch!
Wenn die Dell Mitarbeiter in der technischen Abteilung genau so inkompetent sind wie die Callcenter-Angestellten, möchte ich bei Dell lieber kein Produkt kaufen. Und da ist mir dann auch egal was meine Bekannten sagen.
Ich werde mich jetzt im lokalen IT-Fachhandel umschauen und mir ein paar Angebote einholen. Tun wir doch mal was für den örtlichen Einzelhandel. Auch wenn es “vielleicht” ein wenig teurer ist, meine Nerven sind es mir wert.
Darum KEIN Dell.
Update
Nun ist er bestellt, der neue Rechenknecht, im örtlichen Fachhandel. Er ist zwar etwas teurer als ein vergleichbares Modell bei Dell, das nehme ich aber gerne in kauf. Zum einen weil er jetzt genau die Komponenten enthält die ich haben möchte und damit noch ein Stück besser und persönlicher ist als das Dell Produkt und zum anderen weil die Kompetenz des freundlichen Mitarbeiters den ganzen Dell-Frust wieder wett gemacht hat. Das war so einfach: Wunschkomponenten genannt – bei den Teilen bei denen ich mir nicht sicher war half der freundliche Mitarbeiter weiter – und am nächsten Tag hatte ich ein Angebot im Postfach. Wenn die Maschine jetzt noch hält was das Angebot verspricht bin ich überdurchschnittlich zufrieden.
Tags:Computerkauf, Dell, Hotline, kein Dell, Warteschleife
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Du bist Terrorist
Dienstag, 19. Mai 2009
Ganz im Stil der »Du bist Deutschland«-Kampagne von 2005 präsentiert sich dieses Video auf humorvoll professionelle Weise, um dezent auf die »Machenschaften« unseres Überwachungsstaats aufmerksam zu machen.
Inhaltlich ist es vielleicht nicht immer ganz korrekt - sehenswert aber auf jeden Fall.
Quelle: Du bist Terrorist from lexela on Vimeo.
Update
Nachdem das Video nun einige Tage durch die Blogosphere gewandert ist und sich meist großer Beliebheit erfreute, wurde es zum Stein des Anstoßes. Wie netzpolitik.org berichtet, meldete sich die Werbeagentur KemperTrautmann (verantwortlich für die “Du bist Deutschland”-Kampagne) beim Schöpfer des “Du bist Terrorist”-Videos Alexander Lehmann.
Man ist sauer über die Verbindung zur “Deutschland-Kampagne” und die Verletzung der eigenen Markenrechte. Eine Abmahnung wurde angedroht.
Zum Glück half ein Telefonat zwischen Lehmann und KemperTrautmann und man einigte sich auf gütlichem Wege. (dazu der Blogeintrag von A. Lehmann)
Nichts desto trotz finde ich die Angelegenheit mehr als lachhaft. “Du bist Deutschland” sollte die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes dazu aufrütteln sich mehr mit ihrem Staat auseinander zu setzen. Jetzt macht das tatsächlich jemand – nämlich ein Student im Rahmen seiner Abschlussarbeit – und man fühlt sich auf den Schlips getreten und sieht die eigenen Rechte verletzt. Sinn der eigenen Kampagne nicht erkannt, Thema verfehlt – würde ich sagen.
Update 2
Der Terror nimmt kein Ende. Nachdem Alexander Lehmann den ersten Angriff durch die Agentur KemperTrautmann scheinbar überstanden hatte, greift jetzt der Nächste zur Kanone und zielt … aber lest selbst.
Ich habe ein Einschreiben bekommen, in dem ich erneut darum gebeten wurde, “Du bist Terrorist” aus dem Netz zu nehmen.
Jemand der glaubt, er könne mit einer der Fantasienpersonen in meinem Video beim Einreisen in ein anderes Land verwechselt werden, hat seinen Anwalt gebeten, mich dazu zu zwingen, das Video aus dem Netz zu nehmen.
Ich würde die Person die ihr Dasein als schwarzes Piktrogramm fristen muss gerne einmal treffen. Ich hätte so viele Fragen: “Laufen Sie die ganze Zeit nackt herum oder tragen sie schwarze Kleidung?” “Haben Sie einen biometrischen Personalausweis?” “Tragen Sie nachts eine Warnweste?” “Wie oft haben Sie schon Bußgelder wegen Schwarzfahrens zahlen müssen?”
Es könnte aber auch sein das Tante Elfriede oder Dr. Schneck (stehen auf der Telefonwählscheibe bei Minute 00:20 im Video) Angst haben bei der Einreise in ein anderes Land als Terrorist enttarnt zu werden.
Ich bin gespannt was Alexander Lehmann wohl hoffentlich in Kürze berichten wird und drücke ihm die Daumen das dieser ganze Schwachsinn schon bald ein Ende findet.
Tags:Bundestrojaner, Du bist Terrorist, Humor, Sicherheit, Terrorist, Überwachungsstaat, Video
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«T» wie Terror oder “Das große T vergisst dich nicht”
Mittwoch, 23. April 2008
1995 begann ich meine Ausbildung. Endlich das erste eigene Geld verdienen und sich Dinge leisten können die vorher nicht drin waren. Mein erstes, vom selbst verdienten Geld bezahltes, Luxusgut war ein eigener Telefonanschluss nebst Internetzugang in meinem damaligen Jugendzimmer. Da 1995 die Auswahl an ISP noch recht gering war, fiel die Wahl natürlich auf das einzige in unserer Gegend verfügbare Unternehmen: die deutsche Telekom. Ein eigener T-Online Anschluss. “Hallo große weite Internetwelt, da bin ich mit meinem analogen Internetzugang und eigener T-Online E-Mail-Adresse!” Und da blieb ich bis heute, zumindest in den Augen der Telekom.
Viele Jahre war ich gezwungen die analogen Dienste des rosa Riesen in Anspruch zu nehmen, bis 2001 der Umzug in die nächste größere Stadt – in die eigene Bude – und damit der Einzug in die digitale Welt des Internet stattfand: In Form meines ersten ISDN-Anschlusses. Der alte analoge Anschluss wurde gekündigt.
Zwar war ich jetzt noch immer Kunde des rosa Riesen, doch wenigstens auf dem aktuellen Stand der Technik – der in der Ecke in der ich wohnte nunmal aus einem T-ISDN-Anschluss bestand.
Jahre vergingen und irgendwann hatte es die Telekom dann auch mal geschafft in meinem Verteilergebiet DSL zu realisieren. Ach, wie groß war die Freude über die Möglichkeit jetzt endlich mit High-Speed ins WWW zu können. Ein DSL-Anschluss war schnell geordert; doch ich war böse und bestellt nicht direkt beim großen T sondern bei einem Drittanbieter. Zwar kann Mutter Telekom an diesem Anschluss mitverdienen, doch sie verlor einen potentiellen DSL Kunden. Ob sie’s mir böse genommen hat? Diese Frage wird erst später zu einer Antwort finden.
So vergehen also wieder ein paar Jahre (diesmal sind es nicht ganz soviele) und ich entschließe mich 2007 in meine Geburtsstadt zurückzukehren. Da ich natürlich auch hier online sein will, wird als erstes ein neuer Telefonanschluss bestellt und das ganz brav bei Mutter T. Doch muss sie nach wie vor auf mich als DSL Kunden verzichten, denn die Konkurenz ist billiger und befriedigt mich mit gutem Service.
Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2008 und wir erinnern uns, vor nun mehr 13 Jahren kam ich zum ersten Mal mit dem T-Virus in Kontakt und muss heute feststellen das er mich komplett infiziert hat; ich wurde ihn nicht los.
Ein “Service” von Mutter T oder T-Home wie sie sich heute vertrauenserweckend nennt ist die Möglichkeit die Einstellungen des eigenen Telefonanschlusses online vorzunehmen. “Mein T-Home” nennt sich dieser tolle Dienst. Doch möchte man versuchen sich für diesen Dienst zu registrieren verlangt Mutter T die Preisgabe viele intimer Details: Die eigene Rufnummer möchte sie wissen. Gut kann sie haben. Die Kundennummer. Also gut, ich schaue mal auf meiner letzten Telefonrechnung nach. Ok, da ist sie. Die Nummer meines Buchungskontos. Ah, steht auch auf meiner Telefonrechnung. Gut, das war’s dann wohl?! Super, ich bin registriert. Dann mal schnell auf den Menüpunkt “Anschlusseinstellungen” geklickt und die gewünschten Änderungen vorgenommen … doch halt. Schon wieder ein Login-Dialog? Ich dachte ich hätte mich gerade registriert und angemeldt?! Jetzt möchte Mutter T meinen Zugang umstellen. Wieso umstellen? Steht er denn da wo er ist nicht richtig? Um die Umstellung durchführen zu können, soll ich jetzt meine T-Online E-Mail-Adresse oder meine Anschlusskennung eingeben. T-Online E-Mail-Adresse? Die nutze ich schon seit vielen Jahren nicht mehr. Mal nachdenken. Ah, ich erinnere mich. Jetzt noch das zugehörige Passwort. F**k. Wie soll ich mich denn noch an dieses Passwort erinnern? Also nochmal zurück das Ganze. Vielleicht lässt sich die Umstellung ja umgehen. Einfach mal ausloggen und erneut anmelden. Ein Klick auf “Anschlusseinstellungen” und … verdammt, ich weiß das E-Mail-Passwort nicht mehr. Doch Mutter T will mir helfen. “Du hast dein Passwort vergessen?” Na klar! “Dann klick doch mal hier!” Erleichtert und hoffnungsvoll klicke ich den Link der mir die Lösung meines Problems verheißt. Jetzt legt sich Mutter T erst richtig ins Zeug: Zugangsdaten für einen T-Online-Anschluss der schon seit vielen Jahren nicht mehr existiert soll ich eingeben. Frustriert gebe ich auf. Bleibt der Telefonanschluss halt so wie er ist.
Das große T vergisst dich halt nicht und verzeiht auch nicht. Ich aber auch nicht. In Kürze wechsel ich komplett zur Konkurenz. Wollen wir doch mal sehen wessen T größer ist.
Tags:ISP, T-Online, Telekom
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Der deutsche Staat weiß nicht was er will
Donnerstag, 03. April 2008
Das der deutsche Staat nicht weiß was er will und seine kürzlich getroffenen Entscheidungen oft kurze Zeit später ändert ist sicher nichts Neues. Das es jetzt zum Thema Vorratsdatenspeicherung eine Änderung gibt, ist überraschend und positiv für alle Nutzer von Filesharing-Plattformen. Mit einem Beschluss des Landgericht Saarbrücken vom 28. Februar 2008 wird ab sofort die Akteneinsicht versagt wenn im Falle einer vermuteten Urheberrechtsverletzung kein hinreichender Tatverdacht besteht.
Mehr Informationen bei HeiseOnline
Tags:Urheberrechtsverletzung, Vorratsdatenspeicherung
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CCC referiert zum Thema Vorratsdatenspeicherung
Sonntag, 02. Dezember 2007
Wer tiefer in das Thema Vorratsdateinspeicherung einsteigen möchte, dem kann ich das Referat des CCC (Chaos Computer Club) ans Herz legen. In dem fast zweieinhalbstündigen Video werden die Inhalte des neuen TKG (Telekommunikationsgesetz) genannt und erklärt. Weiterhin werden Möglichkeiten aufgezeigt, sich mittels technischer Hilfsmittel vor der Speicherung der eigenen Daten bei der täglichen Internetnutzung zu schützen.
Die Website des Chaos Computer Club besuchen
Video herunterladen (744 MB, mp4-Format
Tags:Schäuble, Sicherheit, Vorratsdatenspeicherung
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Willkommen im Überwachungsstaat
Freitag, 09. November 2007
Jetzt ist es durch, dass Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. Heute zur Mittagszeit fand im Deutschen Bundestag die Abstimmung zur Durchsetzung des Antrags von SPD, CDU/CSU zur Vorratsdatenspeicherung statt. 59,71% (366 Stimmen) der Abgeordneten stimmten für den Antrag, 25,45% (156 Stimmen) dagegen. 0,33% (2 Stimmen) enthielten sich ihrer Stimme, während 14,52% (89 Stimmen) nicht beteiligt waren.
Damit sind “ab sofort” alle Telekommunikationsanbieter verpflichtet die Verbindungsdaten ihrer Kunden für mindestens 6 Monate zu speichern. Welche Telekommunikationsbereiche betroffen sind berichtete ich bereits vor ein paar Tagen.
Wenn Du erfahren möchtest wie der Abgeordnete deines Wahlkreises abgestimmt hat, gibt es auf www.abgeordnetenwatch.de die einfache Möglichkeit die Ergebnisse einzusehen. Alles was du dazu brauchst ist Deine Postleitzahl.
Tags:Schäuble, Sicherheit, Vorratsdatenspeicherung
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