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Europeana Beta wieder online
Sonntag, 28. Dezember 2008
Nachdem der, für den 20. November 2008 angesetzte, Starttermin der Europeana.eu gehörig ins Wasser fiel, versucht man jetzt einen Neustart unter eingeschränkten Nutzungsbedingungen.
Während der Testphase der neuen Hardwarekonfiguration kann es zu möglichen Leistungseinbrüchen und der Begrenzung der Benutzeranzahl kommen, wie uns auf der Startseite des neuen “Bildungsportals” mitgeteilt wird:
Europeana testet gegenwärtig neu konfigurierte Hardware. Sie können die Webseite nutzen, aber die Nutzungsbedingungen könnten während der Testphase nicht optimal sein, da z.B. die Anzahl der Nutzer bei Hoechstbelastung begrenzt wird.
Das Design
Auf den ersten Blick ist das Design der neuen Online-Bibliothek sehr nüchtern ausgefallen. Fast hat man den Eindruck als wolle man am großen Suchmaschinenvorbild Google anlehnen.
Das überdimensionierte Logo (ein hässliches Ding in schlechter JPEG-Qualität) auf der linken Seite dominiert die Startseite ganz klar. Am Seitenende finden sich einige Zufalls-Links die genauso deplatziert wirken wie das Logo. Das wichtigste Element der Seite – das Suchfeld – wird gänzlich vernachlässigt. Der blass-graue Rahmen ist zu dezent gewählt, so das das Feld erst auf den zweiten Blick ins Auge fällt und insgesamt recht verloren wirkt. Auf die Kennzeichnung des Feldes mittels LABEL-Tag wurde verzichtet. Und insgesamt wirkt alles recht unstrukturiert.
Eine Verbesserung des Layouts ergibt sich erst nachdem man die Suchfunktion bemüht hat. Plötzlich gewinnt die Seite an Struktur und Übersichtlichkeit: Das Logo schrumpft in die obere linke Ecke, Navigations- und Konfigurationsschaltflächen sitzen am oberen bzw. linken Seitenrand, die Suchergebnisse werden fein säuberlich mittels Reitersystem dargestellt und oben auf trohnt das Suche-Feld.
Die Funktionen
Hilfreich ist der «Europeana nutzen»-Link am Fuss jeder Seite. Hier wird schnell und einfach die Funktionsweise der verschiedenen Bereiche - u.a. auch die der Suchfunktion – erläutert. Ich frage mich nur warum man den Link zu diese wichtigen Informationen so unscheinbar platziert.
Bedeutung und Nutzen der Unterseiten «Zeitstrahl» und «Denklabor» entziehen sich mir völlig. Wer hat schon Lust und Zeit sich durch einen aus (aktuell) fast 3 Mio. Bildern bestehenden Zeitstrahl zu klicken? Zwar lässt sich die Anzeige durch die Eingabe von Suchbegriffen filtern, einen Mehrwert bringt der Zeitstrahl verglichen mit der normalen Suchfunktion aber nicht. Im «Denklabor» möchte man die Besucher an neuen, innovativen Entwicklungen für Europeana teilhaben lassen. Nette Idee, doch frage ich mich warum man neue Funktionen nicht einfach innerhalb einer Betatest-Phase in die Site einbindet. In meinen Augen hat eine “Testsektion für neue Funktionen” auf einer unfertigen, sich im Betastatus befindlichen Seite wenig Sinn.
Auch die Suchfunktion bedarf einiger Korrekturen. So bringt die Suche nach “Einstein” beispielsweise 123 Funde des Typs «Texte» welche allesamt auf Bildmaterial verweisen. Weiterhin tritt das Problem auf, dass beim Blättern innerhalb der Funde des Dokumententyps «Texte» der Typen-Reiter wieder zurück auf «Alles» springt. Zwar sind die Funde weiterhin auf den Dokumententyp «Texte» abgerenzt, dies wird aber nur durch einen kleinen Zusatztext, nicht durch den Reiter selbst ersichtlich.
Fazit
Für eine Betaversion liegt auf Europeana noch zuviel im Argen. Wenigstens das Layout sollte fertig und ausgereift sein. Europeana ist definitiv ein Prototyp – es ist noch viel Arbeit nötig um die Site fehlerfrei und benutzerfreundlich zu machen. Der eigentliche Launch ist für 2010 geplant, also noch gut ein Jahr Zeit um Europeana auf Vordermann zu bringen. Bis dahin empfehle ich die Nutzung von Wikipedia oder Google, die die gleichen oder ähnliche Informationen bereithalten.
Tags:Bibliothek, Europeana, Web
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Europeana: Europäische Online-Bibliothek ist “fast” online
Donnerstag, 20. November 2008
Heute fiel der Startschuss für die europäische Online-Bibliothek Europeana. Mit über 2 Millionen Exponaten wollte man zum Auftakt der digitalen Bibliothek aufwarten. Wollte, denn seit der Livestellung ist die Seite nicht erreichbar. Über 10 Millionen Nutzer pro Stunde verlangten heute Zugriff auf die Seiten und zwangen die Server in die Knie. Zwischenzeitlich musste Europeana aus dem Netz genommen werden. Offenbar hatte niemand damit gerechnet das es tatsächlich so viele Kulturinteressierte in Europa gibt. ;-)
Europeana ist das bislang größte europäische digitale Gemeinschaftsprojekt. Mehr zum Thema auf netzwelt.de
Edit 21.11.08: Scheinbar sind Technik und Sitestruktur wirklich nicht auf so viele Hits ausgelegt. Die Europeana Startseite meldet:
We are doing our utmost to reopen Europeana in a more robust version as soon as possible. We will be back by mid-December.
Freuen wir uns also auf Mitte Dezember. Wer bereits jetzt einen ersten Eindruck von der neuen Site gewinnen möchte, der kann hier vorbei schauen.
Tags:Bibliothek, Europeana, Web
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