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1&1 – Ein Schlag ins Gesicht der Kunden
Mittwoch, 28. Juli 2010
Seit nunmehr drei Tagen besteht im Netz des DSL-Anbieters 1&1 eine DSL-Großraumstörung des Vorwahlbereichs 02xx. Verbitterte Kunde des DSL-Anbieters werden von der Servicehotline mit vorgefertigten Standardfloskeln abgespeist: “Ich kann ihren Ärger verstehen.” “Ich weiß auch nicht wann das Problem behoben sein wird.” “Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.” Diese Aussagen helfen niemandem weiter, zumal man nach einer Störungsdauer von mehr als drei Tagen erwarten kann, dass das Problem eingegrenzt wurde und eine Behebung absehbar ist.
Ein Schlag ins Gesicht aller betroffenen 1&1-Kunden ist aber die Meldung auf der offiziellen Statusseite des DSL-Dienstleisters: “Alle Systeme funktionieren”. Fragt sich nur welche Systeme! 
Soll so die neue Kundenzufriedenheit aussehen? Herr D’Avis, es besteht Nachbesserungsbedarf … in vielen Bereichen. Mich brauchen Sie nicht mehr zu Ihren zufriedenen Kunden zählen.
Edit sagt am 29.07.: Apropos Herr D’Avis … dieser Herr und seine Spießgesellen haben heute eine E-Mail von mir erhalten. In dieser E-Mail mache ich von der 1&1 Entstörungs-Garantie gebraucht. Ja, so etwas hat 1&1 nämlich. Hier ein Auszug:
[...] garantieren wir Ihnen die Störung im Laufe des nächsten Tages zu beheben. Bei Eingang einer Störungsmeldung [... ] kümmern wir uns sofort um die schnellstmögliche Problemlösung. Wenn in Einzelfällen die Mitwirkung unserer Netzvorleister (z. B. Deutsche Telekom) notwendig ist, beheben wir Ihre Störung spätestens am nächsten Werktag. [...]
Können wir wider Erwarten unser Garantie-Versprechen nicht einhalten und sind Sie Ihrer Mitwirkungspflicht nachgekommen, genügt ein kurzer Anruf und wir erstatten Ihnen für einen Monat die Grundgebühr! Und dies sogar noch bis zu 30 Tage nach Ihrer Störungsbehebung.
Den Link zur Qualitäts-/Entstörungs-Garantie versteckt 1&1 verständlicherweise ziemlich gut. Wer die Garantie komplett lesen möchte, findet sie unter diesem Link.
Und da die E-Mail Adresse des Herrn D’Avis auf der 1&1 Website auch nicht so leicht zu finden ist … bitte schön, viel Spaß beim Schreiben: davis@1und1.de.
Wie schnell ist Herr D’Avis?
Wer sich dafür interessiert, kann hier den Schriftverkehr (E-Mail) zwischen dem 1&1-Serviceteam und mir verfolgen.
Meine erste E-Mail an Herrn D’Avis | 29.07.10 – 09:53 Uhr
Guten Morgen Herr D’Avis,
guten Morgen 1&1-Team für Kundenzufriedenheit.anstandshalber rede ich Sie in dieser E-Mail persönlich und freundlich an, meine momentane Stimmung spiegelt dies allerdings nicht wider.
Seit mittlerweile 4 Tagen ist mein DSL-Anschluss gestört. Ich kann weder ins Internet, noch telefonieren.
Die täglichen Anrufe bei Ihrer “kostenlosen” Hotline (über das teure Mobilfunknetz) brachten weder Besserung, noch konnte man mir sagen wann die Störung behoben sein würde.Da ich beruflich auf einen Internetzugang und die telefonische Erreichbarkeit angewiesen bin, kann ich die ständigen Vertröstungen, Verständnisbekundungen und vor allem den gestörten Anschluss nicht länger dulden.
1&1 gibt eine Entstörungs-Garantie, welche ich jetzt in Anspruch nehme. Ich erwarte eine Entstörung meines Anschlusses bis spätestens morgen (30. Juli) 12:00 Uhr und die Erstattung eines Monatsbeitrags, so wie Sie es im Rahmen Ihrer Garantie versprechen. Sollte die Störung bis zum genannten Zeitpunkt nicht behoben sein, werde ich meinen 1&1 Vertrag, wegen Nichterfüllung, fristlos kündigen. Rechtliche Schritte behalte ich mir vor.
Wieso schreibt sich Ihr Unternehmen die Kundenzufriedenheit so groß auf die Fahne, wenn es offensichtlich niemanden interessiert ob die Kunden zufrieden sind? Vielleicht hätten Sie das Geld für die große Werbekampange doch lieber in bessere Technik und die Schulung Ihrer Mitarbeiter investiert.
Gruß,
Sascha Klein
Kundennummer: xxxxxxxxxxx
Herr D’Avis erste Antwort | 29.07.10 – 11:00 Uhr
Sehr geehrter Herr Klein,
ich freue mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir zu schreiben.
Bitte geben Sie uns etwas Zeit, um Ihre E-Mail zu beantworten. Sie hören auf jeden Fall von uns.
Danke, dass Sie meinem Team und mir die Chance geben, Ihnen weiterzuhelfen.Mit freundlichen Grüßen
Marcell D’Avis
Leiter Kundenzufriedenheit
Noch immer keine Antwort von Herrn D’Avis …. | 30.07.10 – ca. 12:00 Uhr
… aber, der Anschluß ist seit heute Mittag ca. 12:00 Uhr wieder verfügbar. Mal schauen wie lange!
Tags:1&1, 1&1 Statusmeldung, DSL, Entstörungs-Garantie, Großraumstörung, Internet, Kundenzufriedenheit, Störung
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Die Maus erklärt das Internet – Ein Sprung zurück ins letzte Jahrtausend
Donnerstag, 22. April 2010
Eine der besten – wenn nicht sogar die beste – Kindersendung im deutschen Fernsehen und das schon seit fast 40 Jahren.
1999 erklärte die Maus das Internet: liebevoll, lustig und verständlich für Groß und Klein.
Tags:Internet, Lach- und Sachgeschichten, Maus, Sendung mit der Maus, Web
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Ich flieg zum Mars
Donnerstag, 16. Juli 2009
… ich und bis dato 174.330 weitere Personen. Das wird ganz schön eng in der Raumsonde. Und nicht nur da, auch auf der NASA Website geht es im Moment heiß her. Doch halt … immer schön der Reihe nach, detailliert und von Anfang an.
Die NASA, ihres Zeichens US Luft- und Raumfahrtbehörde, bietet zur Zeit allen Interessierten die Möglichkeit sich auf den Mars schießen zu lassen. Nein, nicht in Fleisch und Blut – die Entwicklung des Weltraumtourismus ist noch nicht so weit fortgeschritten – aber in Form von Bits und Bytes.
Jeder der möchte kann seinen Namen auf der NASA Website erfassen und wird dann, zusammen mit vielen anderen, als Gepäck in Form eines Microchips mit der Raumsonde „Curiosity“ zum Mars geschossen.
Einmal zum Mars! Diesen Traum scheinen einige Leute zu haben, denn die Seiten der NASA arbeiten (zumindest zum Zeitpunkt meiner Registrierung) sehr unzuverlässig und langsam. So brauchte ich ganze 4 Versuche um meine Registrierung durchzuführen. Wenn es auch ein bisschen nervig war, jetzt bin auch ich dabei und werde 2011 zum Mars fliegen. Klasse!
Tags:Curiosity, Internet, Mars, NASA, Raumfahrt, Weltraum
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Russe lässt sich Satzzeichen schützen?!
Sonntag, 14. Dezember 2008
Der russische Geschäftsmann, und Chef der Werbeagentur Superfone, Oleg Teterin, hat sich jetzt beim russischen Patentamt die Markenrechte am “zwinkernden Smiley” – ;-) – sichern lassen.
Zwar sollen russische Privatleute die Zeichenfolge weiterhin kostenlos in SMS- und E-Mail-Verkehr verwenden dürfen, den russischen Unternehmen will Teterin aber Lizenzgebühren abknöpfen, sollten diese den Zwinker-Smiley zu Werbezwecken verwenden wollen. Und da ähnliche Emoticons wie beispielsweise der “klassische Smiley” – :-) – dem Zwinker-Smiley zum verwechseln ähnlich sehen, glaubt Teterin auch für diese Zeichenfolgen seinen Lizenzgebührenanteil einstreichen zu können.
“Bekloppt!” sagen jetzt andere russischen (Internet-)Unternehmen und begegnen Teterins Vorgehen mit Wut und Verständnislosigkeit.
Man stelle sich nur vor, dass der nächste clevere Geschäftsmann die Markenrechte für die 33 Buchstaben des russischen Alphabets erwerbe. Das ist absurd.
«Alexander Manis, Direktor einer Breitband-Internet-Firma gegenüber dem Fernsehsender NTW»
Glücklicherweise stufte die oberste russische Patentbehörde die Sachlage ein wenig anders ein und entzog Teterin die Markenrechte am Zwinker-Smiley. Begründung: Das Symbol sei nicht schützenswert, weil es nicht zur Individualisierung von Produkten geeignet sei und damit die Anforderungen an eine eigene Marke nicht erfüllt.
Die Idee ist allerdings nicht neu. Die Zeichenfolge für Missvergnügen – :-( – hat sich vor 7 Jahren das amerikanische Unternehmen Despair (“Verzweiflung”) beim Patent- und Markenamt schützen lassen. Seitdem verkauft das Unternehmen Geschenkartikel mit dem missgelaunten Smiley.
Ich finde die spinnen doch alle.
Tags:Internet, Web, Werbung
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Komma, Punkt und Co. oder der Untergang der Interpunktion
Dienstag, 08. Januar 2008
Seit nunmehr gut einem Jahr verbringe ich meine Freizeit mit dem Lesen von Weblogs. Meist ist dies eine sehr informative und belustigende Sache; oder einfach nur Entspannung um den grauen Zellen eine Auszeit zu gönnen.
Dabei muss ich mit großer Sorge immer häufiger feststellen, dass es mit der deutschen Sprache, und ganz besonders mit der Interpunktion, bergab geht. Während “professionelle” Blogs noch überdurchschnittlich gut wegkommen, sieht es bei den kleinen, privaten Blogs deutlich dramatischer aus. Das der Rechtschreibung im Internet wenig Beachtung geschenkt wird, ist mittlerweile normal. Das die Grammatik oft sehr zu leiden hat, auch daran hat man sich fast schon gewöhnt. Beide Entwicklungen sind zwar beängstigend, beeinflussen das “Lesevergnügen” aber nur peripher.
Viel gravierender wirkt sich die fehlende Interpunktion auf den Lesefluss aus. Das vom Semikolon – auch Strichpunkt genannt – kein oder nur wenig Gebrauch gemacht wird, gehört mittlerweile zum Alltag. Dies ist zwar schade, scheint aber eine schrift-sprachliche Entwicklung zu sein.
Immer öfter ist festzustellen das auch auf Satzzeichen wie Punkt und Komma verzichtet wird. Sind manche Autoren zu faul diese beiden Satzzeichen anzuwenden oder einfach nur dumm? Hat man Ihnen nie erklärt was es mit Punkt und Komma auf sich hat? Wird die Existenz des kleinen Häkchens und des fast unscheinbaren Punktes heutzutage nicht mehr an deutschen Schulen erwähnt? Wird auf die Unterrichtung in der Anwendung dieser Satzzeichen ganz und gar verzichtet?
Die Verschmähung von Satzzeichen scheint extrem schnell aus Internetforen, Chatplattformen, Gästebüchern und ähnlichen Bereichen des WWW auf andere herüber zu schwappen: In die Weblogs. Sicher ist die Interpunktion bei Blogs mit so genanntem “Katzencontent”, deren Leserschaft aus einer Hand voll Leuten besteht, nicht ganz so wichtig. Sollte meiner Meinung nach aber wenigstens ansatzweise berücksichtigt werden.
Ich bin sicher der Letzten der perfekt ausformulierte Sätze, grammatikalische Höchstleistungen und 101% Interpunktion erwartet. Auch ich mache da meine Fehler und beherrsche die Punkt- und Kommaregeln nicht aus dem ff. Allerdings glaube ich behaupten zu können, dass sich meine Texte leicht und flüssig lesen lassen. Also darf ich doch auch erwarten das sich andere die Mühe machen und ihre Sätze mit einem Punkt beenden, Nebensätze durch Kommata trennen und vielleicht hin und wieder mal einen Absatz einbringen. Oder verlange ich da womöglich zuviel?
Weiterführende Information: Interpunktion bei Wikipedia
Tags:Blog, Internet, Web, Web 2.0
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