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Tiramisu nach herzhaftem Originalrezept

Samstag, 07. März 2009

Tiramisu mit Hackfleisch, Tomaten und würzigen KräuternIch liebe die kulinarischen Errungenschaften der italienischen Küche. Dabei ist es mir egal ob man mir herzhafte oder süße Speisen vorsetzt – doch wer mich kennt weiß, dass ich die Süßen immer bevorzugen würde.

Wer mir eine Freude machen und mich mit einer Leckerei der italienischen Küche beglücken möchte, der überrascht mich mit einem Tiramisu. Hmm, lecker.

Schon allein die Zutatenliste lässt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Hergestellt aus Löffelbiskuits, Mascarpone, Amaretto, Espresso und Kakao nach einer original italienischen Bolognese-Rezeptur … äh, Moment. Bolognese-Rezeptur? Mir war bisher gar nicht bewusst das Hackfleisch und Tomaten auch zu den Ingredienzen eines guten Tiramisu zählen. Ist aber scheinbar tatsächliche so, glaubt man der Produktbeschreibung eines italienischen Dessertherstellers. ;-)

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Quickie: bullshit science (fickr.org)

Sonntag, 25. Januar 2009

Auf »bullshit science (fickr.org)« präsentiert Frank Lachmann, bekannt von argh!.de, den ganz normalen Wahnsinn der Verpackungsmittel-dinges-werbeindustrie.

Mein aktueller Liebling ist der hier: http://fickr.org/post/61022229/herk-mmlicher-joghurt-ist-blau-und-lungert-eher

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Langweilige Website? Das muss nicht sein!

Freitag, 19. Dezember 2008

Make Your Logo Bigger Cream

Sind Sie unzufrieden mit der Website die Sie für viel Geld von einem professionellen Designer oder einer Agentur haben erstellen lassen? Erscheint Ihnen Ihr Logo winzig? Wirkt Ihre Site langweilig und farblos? Ist Ihre Site emotionslos und bietet noch jede Menge Raum für weiteren Text und Grafiken? Sie wissen nicht was Sie dagegen tun können und sind hilflos?

Das muss nicht sein! Akzeptieren Sie nicht die minderwertige Lösung des Profis, schreiten Sie selbst zur Tat und schaffen Sie Abhilfe: Mit Make Your Logo Bigger Cream, Whitespace Eliminator, Starburst Dust und weiteren fantastischen Produkten.

Einfach in der Anwendung. Günstig im Preis. Auch für Ihre Flyer und Broschüren geeignet. Bestellen Sie jetzt und Sie erhalten sechs Produkte zum Preis von einem.

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Russe lässt sich Satzzeichen schützen?!

Sonntag, 14. Dezember 2008

Der russische Geschäftsmann, und Chef der Werbeagentur Superfone, Oleg Teterin, hat sich jetzt beim russischen Patentamt die Markenrechte am “zwinkernden Smiley” – ;-) – sichern lassen.

Zwar sollen russische Privatleute die Zeichenfolge weiterhin kostenlos in SMS- und E-Mail-Verkehr verwenden dürfen, den russischen Unternehmen will Teterin aber Lizenzgebühren abknöpfen, sollten diese den Zwinker-Smiley zu Werbezwecken verwenden wollen. Und da ähnliche Emoticons wie beispielsweise der “klassische Smiley” – :-) – dem Zwinker-Smiley zum verwechseln ähnlich sehen, glaubt Teterin auch für diese Zeichenfolgen seinen Lizenzgebührenanteil einstreichen zu können.

“Bekloppt!” sagen jetzt andere russischen (Internet-)Unternehmen und begegnen Teterins Vorgehen mit Wut und Verständnislosigkeit.

Man stelle sich nur vor, dass der nächste clevere Geschäftsmann die Markenrechte für die 33 Buchstaben des russischen Alphabets erwerbe. Das ist absurd.
«Alexander Manis, Direktor einer Breitband-Internet-Firma gegenüber dem Fernsehsender NTW»

Glücklicherweise stufte die oberste russische Patentbehörde die Sachlage ein wenig anders ein und entzog Teterin die Markenrechte am Zwinker-Smiley. Begründung: Das Symbol sei nicht schützenswert, weil es nicht zur Individualisierung von Produkten geeignet sei und damit die Anforderungen an eine eigene Marke nicht erfüllt.

Die Idee ist allerdings nicht neu. Die Zeichenfolge für Missvergnügen – :-( – hat sich vor 7 Jahren das amerikanische Unternehmen Despair (“Verzweiflung”) beim Patent- und Markenamt schützen lassen. Seitdem verkauft das Unternehmen Geschenkartikel mit dem missgelaunten Smiley.

Ich finde die spinnen doch alle.

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kostenlos vs. umsonst

Dienstag, 16. September 2008

Werbeplakat der Star Tankstellenkette
Die Tankstellenkette Star versucht dieser Tage potentielle Kunden mit “günstigen Kraftstoffpreisen” und “ergebnislosen Fahrzeuginnenreinigungen” zu werben. Oder wie sollte man den aktuellen Slogan auf den Werbeplakaten deuten? Das der Kraftstoff günstig ist – zumindest im Vergleich mit anderen Anbietern – lasse ich mir ja noch gefallen. Doch warum sollte ich mein Fahrzeug bei einer Star-Tankstelle staubsaugen, wenn es hinterher genauso dreckig ist wie zuvor?

Scheinbar hat man für die aktuelle Werbekampagne eine Agentur beauftragt welcher der mehrdeutige Sinn des Wortes “umsonst” nicht ganz klar ist.

Sicher, im Wörterbuch findet man zum Suchwort “umsonst” die Synonyme “gebührenfrei”, “geschenkt”, “gratis”, “kostenlos” und es ist ja auch so schön umgangssprachlich. Leider finden sich zu den vorgenannten Beispielen auch diese Synonyme: “ergebnislos”, “nutzlos”, “sinnlos”, “vergebens” und “überflüssig”. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass beiden Synonymgruppen unterschiedliche Eigenschaften anhaften: die erste Gruppe vermittelt ein positives Gefühl, die Zweite ein negatives. Je nachdem welches Gefühl beim Betrachter als erstes ausgelöst wird, wirkt die Werbung ansprechend oder abweisend. Bei mir löste sie noch zusätzlich ein drittes Gefühl aus: Belustigung.

Wäre es nicht sinnvoller gewesen den Slogan auf den Punkt zu bringen und eine Zweideutigkeit von vorneherein auszuschließen? Aber wer weiß, vielleicht steckt ja auch klare Berechnung dahinter.

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Erzquell – Vorher oder nachher?

Mittwoch, 30. Januar 2008

Mit dem neuen Slogan “Erzquell Pils – Dieses Bier sollten Sie sich durch den Kopf gehen lassen” wirbt seit einiger Zeit ein lokaler Bierbrauer in Radiospots und auf Plakatwänden für sein Produkt.

Als ich diesen Slogan das erste mal lesen durfte – es war auf einer Plakatwand – ging mir auch etwas durch den Kopf, nämlich die Frage wie ich diese Aufforderung zu verstehen habe. Möchte der Bierproduzent das ich dem freundlichen Hinweis «Dieses Bier sollten Sie sich durch den Kopf gehen lassen» während des Trinkens oder beim anschließenden Kater Folge leiste? Werden mit diesem Spruch nur starke Konsumenten des Gebräus angesprochen? Oder möchte man mit diesem netten Wortspiel auf die mangelhafte Qualität des eigenen Produktes hinweisen?

Wiedermal frage ich mich wer für solch dreideutigen Unsinn verantwortlich ist? Entstand der Slogan aus der Bierlaune einer lustigen Stammtischrunde heraus? Hat sich vielleicht die Sekretärin des Unternehmens diesen witzigen Spruch einfallen lassen? Würde einer der Fälle zutreffen wäre das schon schlimm genug – katastrophal und peinlich wäre es hingegen, würde dieses Wortgespinnst der Feder einer Werbeagentur entsprungen sein. Und schon tut sich eine weitere Frage auf: Wer hat diesen Slogan abgesegnet, sein Okay für die Verwendung in Werbemaßnahmen gegeben? Man sollte doch meinen das man als Unternehmer immer darauf bedacht ist, seinen Produkten und damit dem Unternehmen selbst, dass bestmögliche Image zu geben. Im Fall Erzquell Brauerei wurde dieses Ziel, meiner Meinung nach, gründlich verfehlt. Eines wurde mit dem neuen Slogan allerdings erreicht: Man lässt ihn sich durch den Kopf gehen; also vielleicht doch ein Erfolg auf ganzer Linie?

Edit (09. März 2008): Wie ich vor wenigen Tagen feststellen durfte, hat Erzquell seinen Werbespruch geringfügig verändert. Nun heißt es: “Dieses Angebot sollten Sie sich durch den Kopf gehen lassen.”. Woher der Antrieb für diesen Schritt wohl stammt?

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